CIA Spionage - ist auch Ihr Konto betroffen?
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Wed Jul 19 08:19:52 CEST 2006
CIA Spionage - ist auch Ihr Konto betroffen?
Die europäsiche Finanzgesellschaft SWIFT (Society for Worldwide Interbank
Financial Telecommunication), über die praktisch alle Auslands- und
Eil-Überweisungen österreichischer Banken laufen, gibt bereits seit 2001
jährlich die Daten von mindestens 20 Millionen Überweisungen an US-Behörden
weiter.
Illegale Weitergabe von Finanzdaten
Ohne jemals einen rechtmäßigen Anspruch vor Gericht geltend gemacht zu haben,
hat das US-Finanzministerium solange Druck ausgeübt, bis eine Einigung hinter
verschlossenen Türen erzielt war. Nach den Regeln internationaler
Datenzentren steht auch in New York ein Server mit einer vollständigen Kopie
aller Transaktionsdaten. Nach Angaben von SWIFT hätten ohne Einigung alle
Daten beschlagnahmt werden können. Übermittelt wurden mehr als 100 Millionen
Datensätze von Überweisungen.
Verdacht auf Wirtschaftsspionage
Schon in der Causa der Weitergabe detaillierter Informationen über
Flugbuchungen in die USA (Passenger Name Records), welche ähnlich wie die
Finanzdaten bei SWIFT über das europäische Buchungssystem Amadeus laufen,
wurde der Verdacht auf Wirtschaftspionage laut. Die Weitergabe dieser Daten
wurde im Juni 2006 vom Europäischen Gerichtshof für illegal erklärt.
Über die Leitungen der von 8000 Finanzinstituten genossenschaftlich geführten
Gesellschaft SWIFT werden täglich Transaktionen in einem Umfang von 6000
Milliarden Dollar abgewickelt und damit internationale Handelsbeziehungen im
Detail abgebildet.
Verletzung des Bankgeheimnis
Für die Wahrung des Bankgeheimnisses sind in erster Linie die Banken selbst
verantwortlich. Diese können und müssen dafür sorgen, dass der millionenfache
Vertrauensbruch sofort gestoppt wird.
Offiziell Bescheid wußte in Österreich nur einer: Mitarbeiter der Raiffeisen
Bank und SWIFT Aufsichtsrat Günther Gall. Er hatte bereits 2001 der
Weitergabe von österreichischen Transaktionsdaten an die CIA zugestimmt.
Angeblich wurden die österreichischen Banken über diese, nach
österreichischem Recht illegalen Datenweitergaben, nicht informiert.
Nach fast fünf Jahren wird es nun Zeit, dass sich die Banken darum kümmern,
wie mit unseren österreichischen Finanzdaten umgegangen wird, die sie an
SWIFT weitergeben. Denn es sind die Banken, die garantieren müssen, dass
Dienstleister den gleichen Standard beim Datenschutz garantieren, wie sie
selbst mit dem Bankgeheimnis versichern. Eine Sachverhaltsdarstellung wegen
Verstoß gegen das Datenschutzgesetz, der illegalen Zusammenarbeit mit einem
ausländischen Geheimdienst und dem Verstoß gegen das Bankgeheimnis
wurde nach unseren Informationen bereits an die Staatsanwaltschaft
übermittelt.
Ist auch ihr Konto betroffen?
Nehmen Sie Ihr Recht auf Aufklärung wahr und fragen Sie bei Ihrer Bank nach,
ob auch Ihre Überweisungen betroffen waren. Laut Datenschutzgesetz 2000
besteht hier eine klare Auskunftspflicht. Nach Download unseres Musterbriefes
können Sie diesen um Kontonummer, An- und Unterschrift ergänzen. Die
Anschrift Ihres Bankinstituts erfahren sie vom Impressum der Webseite oder
dem Schriftverkehr. Selbstverständlich können Sie erweiternd Ihre persönliche
Betroffenheit in der Anfrage zum Ausdruck bringen.
http://www.quintessenz.org/swift/
http://www.quintessenz.at/kampaigns/swift/swift-bank-auskunft-dsg2000.doc
Winword 97/2000/XP DOC
http://www.quintessenz.at/kampaigns/swift/swift-bank-auskunft-dsg2000.odt
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